Clublauf Freiamt 28.11.04

Den vierten und letzten Lauf zur AMC-Clubmeisterschaft 2004 konnten wir bei unserem Mitglied Richard in Freiamt durchführen. Das Wetter war gut, nach Frühnebel kam die Sonne raus, es war trocken und nicht frostig. Zum Trialen gute Bedingungen...

Wie üblich, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die AMC-Klasse 1 fuhr ihren Wettbewerb wieder in getrennten Spuren. Die Klassen 2 und 3 fuhren in gemeinsamen Sektionen.

Gleich hinter dem Haus ging es für diese beiden Klassen los, mit einer "Warmfahrsektion". Nichts Gravierendes für die Anfänger und nichts dramatisch Schwieriges für die Fortgeschrittenen. Doch jeder Fahrer konnte sich schon einmal einen Eindruck von dem Waldboden verschaffen: er war dick mit Laub übersät, viele Ästchen darunter versteckt, und der eigentliche Waldboden ziemlich locker. Es war abzusehen, dass heute derjenige mit dem größten Feingefühl im rechten Handgelenk die Nase vorn hatte...

Werner Gerber, der in früheren Jahren ein guter Trialfahrer war, kam nach dem Warmfahren richtig in Schwung und zeigte, dass man das Trialfahren eigentlich nicht verlernen kann. Lukas Böcherer fuhr gleich bei den Fortgeschrittenen mit und zeigte, was in ihm steckt. Die beiden anderen Fahrer dieser Klasse waren Bernd und Tobias Huser. Tobias kam diesmal zwar mit einem sauberen Motorrad, dafür hatte er den Service schlampig ausgeführt, die Maschine lief nicht richtig. Erst als Bernd die Emmendinger Schlammbrühe von vor zwei Wochen aus dem Verbindungsstück zwischen Luftfilterbox und Vergaser ausgeschüttet hatte, konnte Tobias ans Fahren denken... Und die beiden kämpften wieder verbissen um jeden Punkt - am Ende hatte Tobias nur 2 Füße mehr gesetzt. Damit hat Bernd alle vier Clubläufe in Klasse 2 in diesem Jahr gewonnen.

Clemens Böcherer fuhr die für Anfänger recht anspruchsvollen Passagen ebenfalls mit viel Gefühl und Mut. Klaus Trüschel spielte seine Erfahrung schon bei der Festlegung der Sektionen voll und ganz aus - der lockere Waldboden bot ihm große Vorteile gegenüber den ganz Kleinen. Patrick fuhr einige Passagen souverän und mit tollem Gefühl fürs Gas. Er brachte an manchen Stellen zu wenig Gewicht aufs Hinterrad - und schaute sich die Sektionen teilweise wieder nicht richtig an. Das brachte ihm ein paar unnötige Fünfer und brachte ihn in diesem Lauf um Platz 2. Kevin Gallas wollte die Spur für Klasse 3 anfänglich sogar noch verschärfen - und hatte den Waldboden völlig unterschätzt. Es lief nichts zusammen für ihn, er war nicht bei der Sache, wußte plötzlich nicht mehr, wohin er das Gewicht verlagern mußte, kein Feingefühl, kein Gespür, alles weg - und was am schlimmsten war: wenn es schief ging, rannte er wütend und heulend aus der Sektion, während ihm die anderen das Moped hinterher brachten. Unwürdig für einen, der ein guter Fahrer werden will!

Aus der Klasse 1 habe ich erfahren, dass der "Meister des Waldbodens" gefunden wurde - Jürgen Gebhardt fuhr mit sagenhaftem Feingefühl den anderen regelrecht um die Ohren. Rolf Gebhardt hatte wohl einen rabenschwarzen Tag erwischt, denn er mußte sich ganz hinten - hinter Richard Gerber und Andreas Zipf - einsortieren. Chrisitan Gebhardt wurde Zweiter.

Im Anschluß saßen wir bei Richard noch bei Kaffee und Kuchen zusammen, während die Kinder sich neugierig im Kuhstall aufhielten und dem Bauern beim Melken und Füttern zusahen - ein Abenteuer.

Schade finde ich persönlich, dass bei den Clubläufen, die ich bislang miterlebt habe, die Klasse 1 immer separiert ist. Beim Fahren habe ich dafür Verständnis, die fahren in einer eigenen Liga. Aber als wir gestern fertig waren und uns hinhockten, waren die anderen teilweise schon gegangen. Die Geselligkeit und der Austausch untereinander blieben so wieder einmal auf der Strecke.

webmaster/30.11.04