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24.06.2006 - Salach - 5. Lauf zur BWJ 2006   Fotos

Heiß war es an diesem Wochenende - und 3 Wohnwagengespanne + 1 Fahrzeug mit Motorradanhänger kämpften sich durch den Wochenend- und Feierabendverkehr vom Rheintal über die A 8 bis zum Drackensteiner Hang. Salach ist einer der Wettbewerbe mit der weitesten Anfahrt für uns Südbadener...

Nachdem das AMC-Lager abgesteckt, alle Fahrzeuge auf der Wiese in Position gebracht und die Familien Huser, Bühler/Meier/Zimmermann und Gallas ihre jeweiligen Wigwams betriebsbereit eingerichtet hatten, ging auch bald die Party los. Mit Musik, Witzen, Sprüchen wurde es ein sehr lustiger und kurzweiliger Freitagabend.

Der Start am Samstag war für 13.00 Uhr angesetzt. In Klasse 5 gingen Patrick Huser, Alexander und Benjamin Zimmermann sowie Kevin Gallas an den Start, in Klasse 4 Tobias Huser.

Die Klassen starteten in verschiedenen Sektionen. Für die Schwarzen ging es in Sektion 6 los. Dies war gleich eine knifflige Aufgabe. Die schräge Auffahrt war schon nicht leicht, doch hinter der Kuppe galt es, einen sehr engen Bogen auf unwegsamem, steinigem Waldboden zu fahren, bevor es nach einer kurzen Auffahrt über eine Wurzel zwischen zwei Bäumen hindurch ging. Wenn man glücklich oben war, stand meistens das Vorderrad an einem Baumstamm, was einen fehlerfreien Abknick rechts den rutschigen Laubhang hinunter verhinderte. Unten war genügend Platz, um auszuholen, den letzten größeren Stein zu überwinden und über das lose liegende grobe Geröll zum E-Schild zu fahren. Patrick, Alex, Benni und Kevin beratschlagten wieder und wieder, wo ausholen, wo das Vorderrad laufen lassen, beobachteten, wie es die anderen machten.

Patrick fackelte nicht lange, stellte sich an, und fuhr durch diese Sektion, als wäre es eine Autobahn. Mühelos schaffte er die Kurve, wo vielen das Vorderrad wegrutschte, was - wenn man Glück hatte - mit einem Fuß endete. Über die Wurzel durch die Bäume, rechts abgebogen, als wäre es ein Kinderspiel, den Hang hinuntergedriftet, eine rasante Linkskurve, hopp über den Stein und rausgedüst - die zahlreichen Zuschauer klatschten und johlten.

Patrick wartete nicht auf die anderen, fuhr den Wettbewerb allein zu Ende und wurde mit 57 Punkten Vorletzter der 21 Starter in dieser Klasse.

Alex, Benni und Kevin blieben zusammen und "zerlegten" die Sektionen gemeinsam. Jeder profitierte von jedem, jeder half jedem, ein echtes Teamwork - und alle hatten ihren Spaß. Es gab Sektionen, die alle mühelos und fehlerfrei schafften, aber einige Ecken forderten in jeder Runde ihren Tribut.

Benjamin konnte sich am besten konzentrieren, verbesserte sich in der ihm eigenen ernsten und ruhigen Art in jeder Runde und wurde mit 4-3-2-0 am Ende Dritter.

Für Kevin lief es in der ersten Runde nicht ganz so gut. Doch nach der Fünfer-Runde konnte er die zweite und dritte Runde je mit nur einem Punkt beenden. Allerdings kamen in der letzten Runde wieder sechs Punkte aufs Konto - das brachte ihn auf den fünften Platz.

Alexander hatte sich viel vorgenommen - und war in der ersten Runde auch noch gut dabei. Doch er setzte sich selber so unter Druck, dass ihn in der zweiten Runde eine Fünf wegen "Motor aus" in Kevin-Manier so aus der Fassung brachte, dass er sich gleich die zweite - unnötige - Fünf noch dazu packte. Wir versuchten ihn alle wieder zu beruhigen, was nur schwer gelang - zu groß war seine Enttäuschung. Doch es gelang ihm schließlich, sich wieder zu beruhigen und mit 6-12-3-1 zeigte er, dass er es genau so gut kann wie die anderen. Ja, heute wurde er nur 13, aber er KANNs.

Die technischen Defekte, die ungerechtfertigten Fünfen, die ärgerlichen Leichtsinnsfüße, die treffen jeden einmal, mal mehr, mal weniger. Gegen die kann man (fast) nichts tun. Auch im Trialsport gehört ein Quentchen Glück dazu. Aber die unnötigen Fünfen, die man im Brass sich einfährt, weil man sich verständlicherweise wahnsinnig ärgert, weil man enttäuscht ist, weil man alle Felle davonschwimmen sieht - diese unnötigen Fünfen, die können noch weg. Im Training geht Johannes immer wieder darauf ein, versucht, die Jungs darauf einzustellen, dass sie solche unabänderlichen Situationen abhaken und sich auf die nächste Sektion konzentrieren. Aber genau das fällt den Kids noch schwer, diese Erfahrung muss noch tiefer drin sein, sie müssen noch lernen, ihre Emotionen in den Griff zu kriegen, die Großen wie die Kleinen. Und viele Erwachsene können es auch noch nicht...

Für Tobias lief es heute super! Nach der ersten Runde lag er mit einem Fehler auf Platz 2. Die zweite Runde beendete er mit 3 Fehlern - und ging in Führung. Mit viel Körpereinsatz, Hüpfen, Tricksen und natürlich auch mit Glück konnte er die 3. Runde wieder mit nur einem Punkt beenden und die vierte Runde sogar fehlerfrei abschließen und stand als Sieger ganz oben auf dem Podest. Herzlichen Glückwunsch - und weiter so!

Zum Ablauf des Wettbewerbs muss noch ergänzt werden, dass an einer Sektion sich in permanenter Stau bildete. Die vier Stunden Fahrtzeit reichten nicht aus, das WM-Spiel Deutschland-Schweden war schon lange angepfiffen, als wir die letzte Runde beendet hatten. Insgesamt standen wir dabei ca. anderthalb Stunden an Sektion 6 im Stau, was für Fahrer und Betreuer bei dieser Hitze eine enorme Belastung war.

Zum Tabellenstand:

Alle AMC-Jungs haben sich in in der Tabelle weiter nach vorn geschoben!

Benjamin Zimmermann machte einen Satz von Platz 9 auf Platz 3!

Kevin konnte machte einen Platz gut und ist nun auf Platz 9.

Auch Alexander konnte sich weiter nach oben schaffen: von 16 auf 15.

Und auch Patrick verbesserte sich - vom 25. auf den 24. Platz.

Tobias verbesserte sich mit seinem Sieg von Platz 6 auf Platz 4.

26.06.06 / webmaster