

Heiß war es im Hornberger Steinbruch - und staubig. Selbst für die Fahrer der Vormittagsklassen war es eine Hitzeschlacht. Aber die Waldsektionen locken immer wieder die letzten Reserven aus den Fahrern heraus. Nach den insgesamt eher leichten Sektionen des Vortages war das Niveau am Sonntag deutlich höher.
Patrick Huser - der mit Abstand Kleinste in der Klasse 5 - startete mit 19 Fehlern, fand aber in der 2. Runde in den Wettbewerb und steigerte sich auf 11 Strafpunkte in der zweiten und 13 Punkte in der dritten Runde. Dies brachte ihn auf Platz 11 in der Tageswertung. In der TSG-Tabelle steht er auf Platz 6.
Bernd Huser fuhr wieder mit seinem Oldtimer in Klasse 9. Das war in Hornberg eine besondere Herausforderung, denn die zahlreichen steinigen und felsigen Passagen und die Höhe der Hindernisse lassen den Betrachter im Vorfeld zweifeln, ob man mit einem solchen Gefährt unbehelligt durch solche Sektionen kommt. Wo ein modernes Trialmotorrad mühelos über die Unebenheiten regelrecht "schwebt", bockt der Oldtimer wie ein unwilliges Pferd, bei jedem Ausfedern erhält der Lenker einen zusätzlichen Schlag von unten, bei zwei Hindernissen in kurzem Abstand hintereinander taucht der Vorderbau das kurze Stück in die Federung und ist nur mit enormem Kraftaufwand aus dieser Position herauszuheben, um das nächste Hindernis in Angriff zu nehmen. Schwerstarbeit auf der ganzen Linie. Dass Bernd 3 Runden konstant mit 4 Punkten fahren konnte, ist eine super Leistung, die allerdings nur für den 4. Platz in der Tageswertung reichte. In der Tabelle steht er mit 2 Punkten Rückstand auf den Führenden auf Platz 2.
Auch Therese Läderach kämpfte sich tapfer durch die drei Runden. Sie musste an manchen Stellen all ihren Mut zusammen nehmen und den inneren Schweinehund überwinden. Einige Fünfer kamen pro Runde aufs Konto - aber sie fuhr ihren Wettbewerb zu Ende - mit 38 - 35 - 37 Punkten.
Für die Nachmittagsklassen warteten besondere Leckerbissen-Sektionen in den Steilhängen oberhalb des Fahrerlagers.
Kevin Gallas - der mit Abstand jüngste Fahrer in Klasse 4 - kämpfte sich mit eiserner Konzentration durch die Sektionen, die teilweise für die Wasserträger nur auf allen Vieren zu erreichen waren - so steil gehts da zu. Kevins Ausspruch "Wenn ich da eine 3 kriege, bin ich glücklich, mit einer Fünf zufrieden" sagt einiges über den Schwierigkeitsgrad einiger Sektionen. Aus der ersten Runde kam er mit 8 Punkten zurück, mit Abstand die beste Runde an diesem Tag in Grün und die einzige einstellige Rundenzahl. In der zweiten Runde waren die Spuren teilweise ausgefahren, Steine sind aus oder in die Spur gerollt, da ein Fuß und dort noch einer - so sammelten sich 13 Punkte zusammen. Doch was schlecht aussah, war nicht so schlecht, denn es war zu diesem Zeitpunkt die zweitbeste Runde, und nur 2 weitere Fahrer haben dieses Rundenergebnis auch noch erreicht. In der 3. Runde nahm er noch einmal alle verbliebenen Kräfte zusammen. Doch eine dumme Fünf gleich auf dem ersten Meter von Sektion 4 machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Bei der Einfahrt in die Sektion rutschten ihm Vorder- und Hinterrad so aus der ausgefahrenen Spur, dass er im Band hängenblieb und dieses riß. Doch er fing sich schnell wieder, besann sich auf seine Fähigkeiten - und vielleicht war es grade dieser Frust aus Sektion 4, der ihn die beiden höchstgelegenen Sektionen nullen ließ. 11 Punkte brachte er aus Runde 3 und mit 32 Punkten insgesamt gewann er diesen Lauf in Hornberg. Der Zweitplatzierte hatte 45 Punkte. In der Tabelle konnte er seine Führung weiter ausbauen und steht momentan unangefochten auf Platz 1.
Auch hier zeigen die Punktestände, was Erfahrung ausmacht. Während in der Schwarzen Spur die Punkte in Klasse 5 und Klasse 8 ziemlich ähnlich verteilt sind, klaffte das Verhältnis zwischen Klasse 4 und Klasse 7 deutlich auseinander. Der lockere Waldboden, die Hinderniskombinationen, das waren Bedingungen, wo die "alten Hasen" ihr ganzes Können ausspielen konnten. Der beste Fahrer in Klasse 7 hatte insgesamt nur 4 Punkte, es gab insgesamt 2 Nuller-Runden. Kevin zum Beispiel wäre mit seinen 32 Punkten in Klasse 7 nur auf Platz 12 gelandet...
Auch unter diesen Kämpfern war ein AMC-Fahrer: Rolf Gebhardt. Doch gleich in Sektion 1 war er einen Wimpernschlag unaufmerksam und stürzte. Glücklicherweise blieb dies ohne ernste Folgen, vor allem nachdem er sich erst vor wenigen Wochen die Rippen lädierte. Mit einer Prellung am Unterarm konnte er weiter fahren. In Runde 1 kamen so 13 Punkte zusammen. In Runde 2 lief es besser und er konnte sich auf 7 Punkte verbessern. Doch in der letzten Runde kamen noch einmal 22 Punkte dazu - 42 Punkten insgesamt reichten nur für Platz 17, in der Tabelle steht er auf Platz 6.
In Klasse 2 trat Christian Gebhardt an. Mit 13 Punkten in Runde 1 schaffte er die zweitbeste Runde des Tages in dieser Klasse, aber in Runde 2 und 3 wurden es 19 und 20 Punkte. Damit kam er nicht an Gernot Walter und Pascal Springmann heran. Wenn man die "HornBergziegen" der Klasse 2 beobachtet hat, dann konnte man nur den Kopf schütteln, was da gefahren und geleistet wurde. Christian wurde Dritter und steht in der Tabelle auf Platz 2.
Die AMC-Mannschaft mit Christian Gebhardt, Bernd Huser und Kevin Gallas steht auf Platz 1 der TSG-Mannschaftswertung.
Am kommenden Wochenende geht es weiter in Salach...
23.06.08 / webmaster