

Von oben blieb es trocken, das Gelände trocknete weiter ab. Dies änderte aber nichts an der Schwere des Wettbewerbs. In allen Klassen hagelte es Punkte en masse. In einer Sektion konnten nur wenige Fahrer die Fünf vermeiden - zu tief war der Matsch vor dem Steinhaufen.
Die AMC-Experten Christian Gebhardt und Tobias Huser mussten sich mit hochkarätigen Konkurrenten messen. Christian sammelte in der ersten Runde 27 Punkte, verbesserte sich in Runde 2 auf 19 und pendelte sich in Runde 3 und 4 mit 26 und 27 Punkten auf dem Niveau von Runde 1 ein. Mit sage und schreibe 99 Punkten erreichte er den 5. Platz, nur 2 Punkte mehr als der Viertplatzierte. In der TSG-Tabelle steht er damit auf Platz 4 und in der TSV auf Platz 1.
Die beste Runde von Tobias war ebenfalls die 2. Runde. Er verbesserte sich von 31 auf 27 Punkte, und fuhr die beiden letzten Runden konstant mit 34 Punkten. Mit 126 Punkten hat er nach meiner Erinnerung den höchsten Punktestand seiner Karriere erreicht, aber in der Tageswertung wurde er 9 und im TSG-Klassement liegt er aktuell auf Platz 7, in der TSV auf Platz 4.
Kevin Gallas und Rolf Gebhardt kämpften sich durch die grünen Sektionen. Kevin war voll konzentriert und motiviert und hatte mit 13 Punkten die beste 1. Runde. Er fuhr konstant weiter, präzise und technisch sauber. 13 - 11 - 13 - 11 seine Rundenbilanz - mit 48 Punkten hatte er 13 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten und den Doppelsieg in Schatthausen in der Tasche! In der TSG-Wertung steht er auf dem 2. Platz und führt die TSV-Tabelle an.
Für Rolf lief es in der ersten Runde nicht gut. 20 Punkte, das war zuviel für einen vorderen Platz. Daran änderten auch die Runde 2 mit 10, die Runde 3 mit 7 und die Runde 4 noch einmal mit 10 Punkten nichts mehr. Mit 47 Punkten wurde er 7. in der Tageswertung und steht in der TSG-Tabelle auf Platz 6 und in der TSV auf Platz 4.
Patrick Huser kam mit den schweren Sektionen an diesem Tag nicht so gut zurecht. Dennoch kämpfte er sich durch und steigerte sich von Runde zu Runde. Mit 29 - 27 - 24 - 17 hatte er am Ende 97 Punkte auf dem Konto und wurde 16. In der TSG-Tabelle steht er auf dem siebten Platz, in der TSV auf Platz 2.
Auch Bernd Huser musste in der roten Spur schwer kämpfen. Was oft so leicht und spielerisch aussieht, ist meist Schwerstarbeit. Seine Montesa Cota 348, Baujahr 1979, hat 303 cm³, 16 PS und ist nicht mit einem modernen Trialgerät zu vergleichen. Geringere Bodenfreiheit, mit 98 kg Gewicht fast ein Drittel schwerer als die aktuellen Maschinen, geringer Lenkeinschlag, kaum Federung, Bremswirkung, Motorkraft, Fahrdynamik - einfach das gesamte Handling sind alles Nachteile, die der Fahrer bei jedem Stein, bei jedem Baumstamm bei jeder Auffahrt und in jeder Sekunde ausgleichen muss. Auf den Fotos kommt das gar nicht richtig raus, das muss man live gesehen haben... Mit 8 - 3 - 3 - 11 wurde Bernd Dritter - und nicht zufrieden. Dabei steht er in der TSG-Tabelle auf Platz 1, punktgleich mit dem Zweiten und in der TSV ganz knapp auf Platz 2.
Das ist Spannung pur für die nächsten Läufe...
Der nächste Lauf zur TSV ist in vierzehn Tagen in Bühl b. Baden-Baden, der nächste TSG-Lauf in Hammelbach/Schlierbachtal Ende Mai.
14.04.08/ webmaster