Eine Noriel – Marke Eigenbau

Teil 4 - Das Getriebe                                     Teil 1 - Der Rahmen
                                                                           Teil 2 - Der Motor
                                                                           Teil 3 - Der Zünder
                                                                           Teil 5 - Das Fahrwerk
                                                                           Teil 6 - der Rest...

Ein Burman-Getriebe wurde gekauft, konnte aber (wen wundert das noch?) nicht unverändert übernommen werden. Da ich ja mit dem Apparat an TRIAL-Wettbewerben teilnehmen will, musste natürlich die Übersetzung geändert werden. Dazu wurden das Sleeve-Gear und sein Kumpel auf der Vorgelege-Welle neu angefertigt, mit 16/31 Zähnen statt 18/28 Original. Die Räder (ich machte gleich 3 Sätze, siehe Rahmen...) hab ich aus Einsatzstahl EC 80 gedreht, mit Gewinde usw. versehen und zum Verzahnen + Wärmebehandlung einem Spezialisten gebracht. Somit erhielt ich ein Getriebe, welches eine größere Spannweite hat und bei dem die ersten 3 Gänge verlangsamt sind bei genügend schnellem 4. Gang. Die Getriebestufen sind nun 3,31/2,11/1,63/1,00. Die Kugellager wurden natürlich allesamt erneuert wobei am Ausgang (Sleeve-Gear) statt des nicht mehr erhältlichen Orginal-Lagers (6206 mit vergrössertem Innendurchmesser) zwei schmale Rillenkugellager 16007 nebeneinander auf einer Reduzierhülse sitzen. Der Haltering für den Simmerring musste deshalb neu gefertigt werden wobei gleich ein metrisches Maß zur Anwendung kam. Beim Drehen der Bronzebüchsen für die Hauptwelle im Sleeve-Gear wurde eine Drall-Nut (mit Links-Drall!) eingebracht die das Öl quasi nach innen schaufelt und so für eine gewisse Abdichtung sorgen soll.

Auf die Getriebewelle musste natürlich noch eine Kupplung, weshalb eine JAWA-Alukupplung (Speedway-Typ) besorgt wurde, die sich durch geringes Gewicht und moderaten Preis anbot. Das Herstellen des Keilwellen-Profils in der Kupplungsnabe erledigte wieder der Verzahnungs-Spezialist. Motor-Ritzel hab ich hergestellt (in 15,16 u. 17 Z.) aus Ritzel-Rohlingen mit Nabe (Fa. Atlanta), sie verbinden Motor und Getriebe mit der ori-Kette (1/2x5/16). Am Getriebeausgang sitzt ein 16er Ritzel was beim Teilemarkt gekauft und für die 5/8x1/4-Kette schmaler gedreht wurde. Die Kettenschutz-Rohre der Hinterradkette sind von der Montesa 349.

Um den ganzen Primärtrieb abzudecken fertigte ich ein Gehäuse, bestehend aus einer 3-mm-Dural-Platte als Rückwand und einem Deckel aus weichem 2mm-Alublech (Al 99,5), das über eine Hartholzform gedengelt wurde. Die polierte „Schüssel“ auf der Kupplung ist aus demselben Material, wiederum über eine Holzform auf der Drehbank „gedrückt“. Um einen leichten Moped-Kickstarter auf die Burman-Box zu kriegen, fertigte ich eine Räumnadel an, mit der die passende Innenverzahnung in der Kicker-Nabe hergestellt werden konnte.

Nachdem wir nun erfahren haben, wie die Schaltung funktioniert, gehts im nächsten Teil mit dem Fahrwerk weiter...

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Letztes Update:
21.09.2006 15:57

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