Am 30.10.05 haben wir uns zum 1. "Sonntags-Training" am Trialsportcenter getroffen. Das Wetter hätte nicht herrlicher sein können.
Fabian Werner war der Instruktor für den Nachwuchs, die diesem gebannt lauschten, als er von seiner "Jugendzeit" (er ist gerade 20 geworden!) im Trialsport erzählte. Vor allem kündete er an, dass in Zukunft vor dem eigentlichen Trial-Training eine Aufwärmphase "eingebaut" wird, damit die Muskulatur warm und locker ist, bevor die ersten Stufen in Angriff genommen werden. Ein Programmpunkt im Training waren Konzentrationsübungen. Denn immer wieder gibt es Sektionen, die man mal mit einer Null und mal mit 3 oder sogar 5 Punkten fährt. Wenn man sie aber schon einmal fehlerfrei gefahren ist, warum dann nicht ein zweites oder ein drittes Mal...? Tobias, Patrick, Benni, Alex und Kevin waren sehr gespannt...
Deshalb durfte sich jeder eine Sektion "bauen", die er noch sicher mit Null schafft. Während er dann diese Sektion durchfuhr, brüllten, riefen, sangen, hopsten, lamentierten die anderen Fahrer an der "Bande" entlang, um den Fahrer möglichst aus dem Konzept zu bringen. Dieser mußte versuchen, möglichst die Umgebung "auszublenden" und sich nur auf seine Spur zu konzentrieren. Das war eine schwierige Übung, die allerdings verdeutlichte, welchen Einfluß der Kopf auf den Erfolg im Trialsport hat.
Natürlich wurde auch Technik trainiert - Stufen erklimmen, möglichst ohne den Motorschutz gegen das Hindernis knallen zu lassen, enge Kurven, aus der Kurve heraus über ein Hindernis, vor dem Hindernis sich in Position "hüpfen" - je nach Körpergröße, Kraft, Moped und Können eben.
Fabian machte es vor, erklärte die einzelnen Abläufe noch einmal und dann ging es los. Am Ende hatten alle was gelernt - schwierig war - vor allem für den Jüngsten - einzusehen, dass das Gejohle nicht gegen ihn persönlich gerichtet war, sondern lediglich dazu diente, ihn "aus dem Tritt" zu bringen...
So herrschte ein reges Treiben auf dem Trialgelände. Steffen, ein Freund von Fabian, machte seine ersten Versuche auf einem Trialmoped und war ganz begeistert über seine Erfolge. Uwe, ein Rückkehrer zum Trialmoped, stellte seine Bultaco und seine Kondition auf die Probe - und ich hatte den Eindruck, auch er hatte großen Spaß an diesem herrlichen Oktobertag. Bernd Neumann trainierte sehr (!) eifrig, er will wohl am nächsten Clublauf "angreifen"...
Bernd hatte zwar sein Moped dabei, aber er reparierte - zusammen mit Hubert - sein zweites "Trainingsgerät" da draußen im Gelände. Das war auch wichtig, denn ohne Bagger geht im Sektionsbau gar nichts weiter...
Günther hat den "Vogel" abgeschossen. Er schickte Amanda eigens nochmal nach Hause, um seine "Schaffklamotten" zu holen. Er war nicht davon abzuhalten, an diesem wunderschönen Tag bei Scheinwerferlicht weitere Deckenplatten in der Küche zu befestigen. Und Amanda im Sonntagsdress? - Sie durfte ihm helfen...
Elvira ist auch ein Phänomen. Anstatt sich strategische Gedanken zu machen, wie man den Küchencontainer auf- und einräumen könnte, griff sie gleich zu Eimer und Lappen und brachte das Ding samt Inhalt auf Hochglanz! Jetzt sind alle wesentlichen Utensilien griffbereit und staubgeschützt untergebracht, alles hat nun seinen vorläufigen Platz...
Die Stimmung war in allen Teilen ausgelassen und heiter. Bei Kaffee und Kuchen saßen wir nach und nach in der Sonne und plauderten mit ein paar "alten" Mitgliedern, die der Sonntagsspaziergang oder Ausflug erfreulicherweise zum Trialsportcenter führte. So konnten sie sich vor Ort ein Bild machen über den Stand der Arbeiten, schauten dem Trainingstreiben zu und nutzten die Gelegenheit zur Unterhaltung mit den lange nicht gesehenen Vereinskameraden...
Es wurde trainiert, informiert, getratscht, gewerkelt und geplant - z. B., dass wir nach dem nächsten Clublauf den Grill anwerfen... Damit stufe ich dieses 1. Sonntagstraining als vollen Erfolg ein und freue mich auf die nächsten Sonntage...
webmaster/01.11.05

