Bis zum Samstag morgen zauderten und haderten noch einige mit sich, ob sie dem Wetterbericht nun trauen und den Karren laden sollten... Doch am Samstag früh lachte die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel und wer sich auf den Weg machte, der wurde mit einem herrlichen Trial-Wochenende belohnt. Es war auch auch in 1000 Metern Höhe tagsüber nicht kalt, von oben runter bliebs trocken, bis auf einige Sumpfstellen war alles im Gelände fahrbar.
Als am Samstag vor Ort alles aufgebaut war, machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Wir - das waren Johannes und Dominik, Fabian und Christian, Bernd, Tobias und Patrick sowie Kevin und ich. Auf dem ersten Plateau tobten sich erstmal alle ausgiebig aus. Lauter tolle Steine, Sektionen, Hänge, man wußte gar nicht, wo man anfangen sollte. Wir mußten uns regelrecht losreissen, um noch ein paar andere Stellen an diesem Nachmittag zu erkunden.
Am Abend grillten wir gemeinsam, die Kids garten sich ihre Würste direkt am Lagerfeuer, Fabian holte noch seine Gitarre heraus - Cowboy-Romantik bis weit nach Mitternacht...
Entsprechend spät lugten die letzten Trialer mit verschlafenen Augen aus den Kojen! Alex und Benni ließen sich von Mutter und Großeltern schon zeitig auf den Col de Grosse Pierre zum Tagesausflug kutschieren. Gegen Mittag machten sich also insgesamt 12 AMCler mit ihren Mopeds ins Gelände. Mittags eine Vesperpause, für die 80er zwischendrin ein zusätzlicher Tankstopp - ansonsten wurde getrialt, was das Zeug hielt. Als Fabian mit Alex und Benni zum Kurventraining ging, meinten zwar Kevin und Tobi "Des könne mir scho!" Doch ich hab sie trotzdem hingeschickt - und auch sie fanden ihre Knackpunkte... So fuhr jeder mit jedem, für die einen da eine Sektion, für die anderen dort, die einen mit Fabian, die anderen mit Johannes, dann wieder alle gemeinsam an einer Stelle - selbst für mich hat mal einer eine Sektion gesucht. Ich hab sie zwar nicht ansatzweise geschafft - aber wenigstens für ein paar Minuten war ich die Statistenrolle los...
Trotz allgemeiner Erschöpfung und Müdigkeit ließ es sich niemand nehmen, abends wieder bei sternenklarem Himmel am Lagerfeuer zu sitzen, zu reden, zu träumen, Pläne zu schmieden, zu resümieren und sich schon wieder auf den nächsten Tag zu freuen...
Am Montag herrschte nach dem Frühstück allgemeines Packen - es wurde alles verstaut, was nicht mehr gebraucht wurde. Dann machten wir uns auf zur letzten Runde. Über Plateau 1 kamen wir gar nicht mehr hinaus - hier gabs für jeden noch einmal ein paar Erfolgserlebnisse. Bis auf ein paar Prellungen und zwei gebrochene Schutzbleche verlief alles glimpflich. Und als wir uns am späten Nachmittag auf den Rückweg machten, waren wir uns alle einig: "Des mache mir bestimmt wieder emol!"
06.06.06/webmaster

